
![]()
"Daß mir der Hund das Liebste ist, sagst du, oh Mensch, sei Sünde. Der Hund blieb mir im Sturme treu, doch du nicht mal im Winde!"
![]()
DER DEUTSCHE BOXER
eine kurze Beschreibung
Der Deutsche Boxer ist eine ziemlich junge
Rasse. Die eigentliche Zucht begann erst Ende des 19. Jahrhunderts und zwar
in Bayern. Der Boxer entstammt einer Kreuzung von Bullenbeißer mit der
englischen Bulldogge und gehört zur Gruppe der "Lagerhunde". Lagerhunde waren
in alten Zeiten - in den Gebirgsregionen von Europa und Asien - große,
starkknochige Schutz- und Wachhunde, die das Lager (Haus und Hof) bewachten.
Einige dieser ursprünglichen Schutzhunde entwickelten sich zu Hirtenhunden,
andere wurden als Hetz- und Packrüden bei der Jagd eingesetzt gegen Bären,
Wildschweine, Wisente usw. Diese nannte man dann "Saupacker" oder auch
"Bullenbeißer". Von dieser Gruppe stammt auch der heutige Boxer ab.
Der Boxer ist auch heute noch ein typischer Lagerhund. Er ist wachsam,
selbstbewußt, nervenstark, unerschrocken und mutig bei der Verteidigung, dabei
von ruhigem, ausgeglichenen Wesen. Ein starkknochiger Hund mit kräftiger
Muskulatur, schnell , wendig und lebhaft.
Seine Familie liebt der Boxer über alles. Sie ist sein Rudel, das er lebenslang
beschützt und verteidigt. Er ist anschmiegsam, sensibel, freundlich und
gelassen. Im Umgang mit Kindern ist er der geduldigste, fröhlichste und
verspielteste Kumpel, den man sich nur wünschen kann. Ein Kind, das unter dem
Schutz eines Boxers steht, ist so sicher wie in Abrahams Schoß. Wehe dem, der
versuchen würde, sich an diesem Kind zu vergreifen. Er bekäme es mit einem
furchtbaren Gegner zu tun.
Der Boxer ist absolut ungeeignet zur Zwingerhaltung - was im Prinzip für alle
Hunde gilt - er ist ein Familienhund, der völlig verkümmern würde, wenn man ihn
hinter Gitter setzen wollte. Er braucht seine Familie - sein Rudel - wie die
Luft zum leben. Ein Boxer wird seinen Menschen niemals die Treue brechen (was
man im ungekehrten Fall leider von den Menschen nicht immer sagen kann), er ist
immer zu einem Spielchen aufgelegt, und das bis ins hohe Alter. Manchmal habe
ich den Eindruck, daß ein Boxer niemals ganz erwachsen wird, er bleibt ein
Komödiant, ein Schlitzohr sein Leben lang. Dennoch ist er - richtig erzogen
- ein zuverlässiger Dienst- Schutz- und Begleithund.
Fremden gegenüber kann sich der Boxer eigenwillig verhalten. (Er ist überhaupt
ein eigenwilliger, manchmal dickköpfiger Hund) Manche übersieht er einfach,
andere mag er nicht, doch meistens ist er sofort da, freut sich über den
potentiellen neuen Spielkameraden und ist immer bereit, diesem buchstäblich um
den Hals zu fallen und ihm Ohren und Gesicht zu lecken. Von einem Boxer
willkommen geheißen zu werden, kann ein ziemlich feuchtes Vergnügen sein.
Dennoch ist der Boxer da recht instinktsicher - und es gibt viele Boxerhalter,
die dem Urteil ihres Hundes eher vertrauen, was Fremde betrifft, als ihrem
eigenen.
Dem Charme eines Boxers kann sich ein Hundefreund nur schwer entziehen, und
darum hat diese Rasse wohl auch eine große internationale Fangemeinde. Weltweit
gehört der Boxer seit Jahrzehnten zu den zehn beliebtesten Hunderassen. Seine
treuen Fans sind über alle Grenzen und Kontinente hinweg einig:
Ein Deutscher Boxer ist durch nichts zu ersetzen - außer,
wenn es denn sein muß, durch einen neuen Boxer.
Was braucht ein Mensch, um mit einem Boxer glücklich zu werden? Das fragte die
Zeitschrift "Partner Hund" in ihrer Novemberausgabe 1998. Und sie gab zur
Antwort: "Er - der Mensch -
braucht ein bißchen Geduld, viel liebevolle Konsequenz und eine gehörige Portion
Selbstbewußtsein und Humor - damit er nicht gleich in die Luft geht, wenn das
Schlitzohr an seiner Seite ihn mal wieder so richtig vorführt." Eine
Aussage, der ich mich nur anschließen kann!
Jedoch was braucht ein Boxer, um glücklich zu sein???
Keiner kann ihn fragen..... doch alleine regelmäßiges Fressen, Gassigehen
und einen Platz zum schlafen, das ist wichtig, reicht aber sicher nicht aus.
Er braucht die Aufmerksamkeit und liebevolle Zuneigung
seiner Menschen, die Bereitschaft mit und über ihn zu lachen, mit ihm zu spielen
- einfach, daß wir Menschen uns Zeit nehmen für ihn......und seine
Schauspielerei, sein Komödiantentum, seine liebenswürdige Dickköpfigkeit und
Schlitzohrigkeit mit einem Lächeln ertragen. Ich glaube, dann ist ein
Boxer glücklich, selbst wenn er "nur" Familienhund ist und keine Aufgabe als
Diensthund hat.
Wer kann mehr darüber sagen?? Laßt es mich wissen....
Warum der Boxer mein Hund
ist!? 
Weil er kurzhaarig-glatt ist, weder zu groß noch zu klein ist.
Weil er körperlich derb - charakterlich fein ist.
Weil er intelligent und originell ist.
Weil er folgsam, kein Freund von Gezänk und Gebell ist.
Auch kein Spielzeug der Halbwelt, kein modischer Putz ist.
Sondern immer ein Achtung gebietender Schutz ist.
Weil er unbestechlich, voll Kraft und Mut ist, aber trotzdem zu Kindern behutsam und gut ist.
Weil er dankbar und treu bis zur letzten Stund ist.
... genügt das als Antwort, warum er mein Hund ist?
(entlehnt der Broschüre "75 Jahre Boxer-Klub e.V. Gruppe Stuttgart")
Mehr über den Deutschen Boxer erfahrt ihr über den Boxer-Klub e.V. in München.
www.bk-muenchen.de

Noch ein paar Bemerkungen über diese unsinnige
Kampfhunde-Diskussion <knurr>
Kein Hund, egal welcher Rasse, wird als Kampfhund geboren! Er wird durch
menschliche Ungeheuer dazu gemacht. Selbst aus dem gutmütigsten Hund kann man
eine Bestie machen, wenn man es darauf anlegt - und da tragen dann immer die
Menschen die Verantwortung, und nicht der mißhandelte , oft mit voller Absicht
bösartig gemachte Hund.
Auch manche Eltern müssen sich eine Mitverantwortung anlasten. Wie oft kann man
beobachten, daß solche Leute feixend zuschauen, wie ihr Nachwuchs an einem
Gartenzaun steht und den Hund dahinter bis zur Weißglut reizt, wenn Steine oder
Stöcke nach ihm geworfen werden oder sein Bellen nachgeäfft wird. Wenn dieser
Hund einem seiner Quälgeister außerhalb begegnet und dann mal zuschnappt, dann
ist das Gebrüll groß. Dann ist der Hund plötzlich bösartig und gemeingefährlich.
Nur durch wessen Schuld?? :-(
Es ist auch völlig indiskutabel und unverantwortlich, daß Eltern ihre kleinen
Kinder mit großen Hunden Gassi schicken. Ein Hundeführer muß auch körperlich in
der Lage sein, seinen Hund jederzeit im Griff zu halten. Das können Kinder noch
nicht, und der Zwischenfall ist nur eine Frage der Zeit. Genauso
unverantwortlich ist es, kleine Kinder ohne Aufsicht mit Hunden spielen zu
lassen.
Auch die Presse trägt ein gerütteltes Maß Schuld an der Hysterie, die sich
überall breit macht. Reißerische Artikel über die kleinsten Zwischenfälle heizen
die Antistimmung weiter an, anstatt die Diskussion zu versachlichen und wirklich
ernste Verletzungen zukünftig zu verhindern durch Aufklärung über richtiges
Verhalten gegenüber den Vierbeinern. (Das beste Beispiel dafür ist, als eines
Tages in großen Schlagzeilen in der Presse stand: "Klausjürgen Wussow von seinem
Boxer angefallen und verletzt" Wie sich später herausstellte, war Herr Wussow
beim Spielen mit seinem jungen Hund über diesen gestolpert und hatte sich das
Knie verrenkt. Nur das kam dann ganz klein irgendwo in der Mitte der Zeitung.
Die erste Schlagzeile klang ja auch nach viel mehr...)
Ich will hier keineswegs schlimme Unfälle verharmlosen oder kleinreden. Doch die
bedauernswerten Opfer solcher Hundeattacken sind letztendlich nicht die Opfer
der Hunde, sondern die Opfer deren Besitzer. Und gelegentlich leider, das muß
hier auch mal gesagt werden, das Opfer ihres eigenen Fehlverhaltens.
Die Forderungen müssen deshalb lauten:
Eltern, lehrt eure Kinder den Respekt vor Tieren .... (ich habe schon als Kind gelernt: quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz!)
Eltern, lehrt eure Kinder den vernünftigen und verantwortungsbewußten Umgang mit Hunden und übertragt nicht eure eigenen Neurosen und Ängste auf euren Nachwuchs
Reporter und Journalisten, nehmt nicht jeden kleinen Zwischenfall zum Anlaß, den Hundehaß zu schüren, sondern berichtet neutral und beleuchtet beide Seiten. Ich lese immer nur, ein Hund hat zugebissen, doch nie, wie es dazu kam.
Politiker, Richter, Polizisten, greift euch die Tierquäler und bestraft sie so hart, daß sie sich das nächste Mal überlegen, ob es sich lohnt, eine Bestie zu produzieren oder einen Hund nur so zum Spaß zu quälen. Ein lebenslanges Hundehaltungsverbot für den ganzen Haushalt eines solchen "Menschen" wäre das Mindeste, aber bei weitem nicht ausreichend.
Politiker in den Gemeinden,
benutzt nicht die veröffentlichte Hysterie, um euch eure, durch eure
Verschwendungssucht geleerten Kassen, von völlig unschuldigen Hundehaltern
füllen zu lassen (Kampfhundsteuer), nur weil diese die "falsche" Hunderasse
halten. Nutzt lieber die - ohnehin unsozialste Steuer von allen - Hundesteuer,
um unwissenden oder unerfahrenen Haltern, Hilfestellung zu geben, zur
Straßenreinigung, zur Schaffung von Hundelaufplätzen und ähnlichem. Leider weiß
ich, daß diese Forderung die Unsinnigste ist von allen, denn sie wendet sich an
Politiker und ist zudem noch vernünftig. So hat sie von vorneherein keine
Chance!
Ich wollte hier mal eine Lanze für die Hunde brechen. Kaum jemand nimmt zur
Kenntnis, welche Leistungen Rettungshunde vollbringen, Blindenhunde oder
Polizeihunde. Wieviele Menschen Hunden ihr Leben verdanken, das liest man nur
äußerst selten. Das macht keine Schlagzeilen. Nur die arme gequälte, von
Menschen mißhandelte Kreatur, die sich in ihrer Not nicht mehr anders zu helfen
weiß, die wird zur Bestie hochstilisiert, die macht Schlagzeilen.
Ich wiederhole es noch einmal: Kein Hund wird
bösartig geboren, er wird dazu gemacht. Und kein Hund, der tatsächlich mal
zubeißt, ist deshalb gleich gemeingefährlich! Es steckt immer eine Geschichte
dahinter, oft eine Geschichte von menschlichem Fehlverhalten, von menschlicher
Dummheit oder Arroganz.
zur Startseite
MADE BY C. MARTIN - Nov. 98
überarbeitet im Nov. 2001