
So, hier seid ihr nun endlich auf meiner Seite.
Hat lange genug gedauert, bis Fraule sich endlich mir gewidmet hat auf dieser HP! Aber wenn sie in Erinnerungen schwelgt, dann ist nichts mit ihr anzufangen.
Wie gesagt, ich bin Fips!
Richtig heiße ich: Fidelio vom Rottenacker Ried, was natürlich viel vornehmer klingt.
geboren am 9. Juli 1999
Und das ist mein Fraule!
Sie
hält sich für den Oberhund, was ich immer wieder anzweifeln muß. So einen
stolzen Boxer wie mich, stellt man nicht einfach ins zweite Glied. Fraule
allerdings nennt mich schlicht dickköpfig, was ich nun gar nicht nett finde! Ich
bin nicht dickköpfig, ich bin ein starker Boxermann, und das muß ich halt immer
mal wieder beweisen, was nun Fraule gar nicht nett findet! Aber weil ich halt
auch von Natur aus gutmütig bin, laß ich sie in dem Glauben.

Hier bin ich noch ein Baby. Strubbel hat mich zum ersten Mal besucht, bisher
waren meine neuen Menschen immer alleine gekommen. Mutig, wie ich von Natur aus
bin, hab ich Strubbel gleich richtig begrüßt, aber sie wollte gar nicht viel von
mir wissen. Hat mich angeschnieft und das war's dann auch schon fast. "Das kann
ja heiter werden", dachte ich damals, aber dann hab ich sie im Sturm erobert.
Wir hatten schöne Zeiten miteinander, manchmal spielte sie ganz toll mit mir. Aber leider haben ihre Alterszipperlein das nur selten zugelassen. Doch sie brachte mir alles bei, was ein richtiger Haushund wissen muß: Welcher Sessel der bequemste ist, wie man sich das Sofa richtig zurechtkratzt, wie man Fraule dazu bringt, ihre Schuhe schneller anzuziehen, wenn es Gassizeit ist, wie man sich vor den Kühlschrank stellt, daß ganz bestimmt eine Wurst rauskommt, welches Quietschie was taugt und welches nicht, wie man seine Beute im Rosenbeet verbuddelt oder einer Wurzel nachgräbt.... ohja, von Strubbels langjähriger Erfahrung konnte ich einiges lernen! Und sie war wirklich ein liebes altes Mädchen, das nach Fraules Ansicht viel zu gutmütig war zu mir.
Tatsächlich waren Strubbel und ich sogar verwandt. Mäxles Mutter war auch meine Ururgroßmutter, und da Strubbel Mäxles Tochter war, war sie auch sowas wie meine Großtante. Fraule hat das nie richtig begriffen mit der Abstammung. Naja... Menschen! Man muß ihnen verzeihen. Wir Hunde sehen das alles nicht so eng.
Hier nun bin ich schon in meinem neuen Zuhause. Frauchen nennt mich nur noch
Flegel! Sie meint, das wäre auch ein Name mit F. Dabei bin ich soooo brav -
meistens! Gerade probier ich, Strubbel ein Stück Ochsenziemer direkt aus der
Schnauze zu klauen, aber sie gibt es einfach nicht her.
Das ist mein pelziger Freund, die Wildsau. Fraule hat eine
Menge von diesen Steiffviechern herumliegen, und sie glaubt, sie gehörten ihr
alleine. Aber doch nicht bei mir!!
Abends, wenn Herrle Hunger kriegt, ist das eine gute Zeit für uns Hundis. Da
fällt immer auch was ab für uns. Strubbel verzichtet sogar auf den Sessel, um
möglichst nahe am Futter zu sein. So läßt es sich leben, oder???
schmusen mit Herrle.
ich in meinem Garten
abends ist auch ein stolzer Boxer mal müde
Fraule hockt schon wieder an ihrem Compi <seufz>
Nun, meine Menschen meinten, ich bräuchte einen Kumpel, damit ich mich nicht so einsam fühlen würde nach Strubbels Tod. Finde ich ja lieb von ihnen, daß sie um mein seelisches Wohl besorgt sind. Allerdings - so gehört sich das schließlich!
Also wurde debattiert, wer denn nun mein Leben bereichern sollte. Mich hat natürlich niemand gefragt. Aber eines Tages kamen Fraule und Herrle von einem Ausflug zurück, bei dem ich unverzeihlicherweise nicht mitgenommen worden war. Und was rochen meine Menschen gut!!!! Ich schniefte sie ab von oben bis unten, die Schuhe, die Hosenbeine, die Hände und Arme - millimeterweise untersuchte ich die Gerüche an ihren Kleidern - und mein Stummelschwänzchen ließ vor lauter Begeisterung meinen ganzen Hintern mitwedeln.
Noch zweimal kamen sie von so einem Ausflug zurück, bis ich dann das nächste Mal endlich mitdurfte und somit die Quelle dieser tollen Düfte kennenlernte. Ich war von den Socken - sowas hatte ich noch nie gesehen! 10 Fellknäuel in braun und weiß - und Herrchen fischte eines davon raus und stellte es mir als Daisy vor.
Daisy vom Messelstein - geboren am 2.
Juni 2001
Ein Bernhardinerbaby haben die mir rausgesucht! Damals war sie so niedlich und roch so gut nach Baby. Aber inzwischen wächst mir das Baby über den Kopf. Dabei ist sie jetzt gerade erst 5 Monate alt <seufz>
Wie die Geschichte weitergeht? Na, klickt einfach auf das Bild! (Inzwischen solltet ihr wissen, wie das funktioniert!)
Und hier
geht's weiter mit mir persönlich!!!! Habe nämlich inzwischen auch noch Einiges
erlebt....

Fips ging - für uns völlig überraschend - im Alter von 8 Jahren am 26. August 2007 über die Regenbogenbrücke.
Mit ihm verlor ich einen wunderbaren Hund und Kameraden.
Seine Geschichte könnt ihr nachlesen über den obigen link - das Hundi zeigt euch den Weg.
Gerade hatte ich mich entschlossen, zu meinem alten Kerlchen einen Welpen dazu zu holen. Er sollte mir ihn zusammen mit Daisy erziehen helfen und ihm die hundliche Kommunikation beibringen. Mit 8 Jahren und eigentlich noch fit und gesund und als wunderbar sozialisierter Altrüde und Rudelchef im vierbeinigen Rudel wäre er dazu bestens geeignet gewesen. Und... er liebte Babies. Lange habe ich mit mir gerungen, als mir so ein kleiner Wutzel eher zufällig über den Weg gelaufen war. Ein 3. Hund??? Das hatte ich nie geplant, trotz genügend Platz und Zeit. Aber 3 Hunde, wenn man alleine ist? Aber dann habe ich mich selber niederdiskutiert.
Zwei Wochen vor Parzi hier einziehen sollte, ging Fips und ließ uns alle fassungslos und unendlich traurig zurück.
Aber... vielleicht hat hier das Schicksal seine verschlungenen Pfade sichtbar werden lassen, als es mir rechtzeitig Parzival von Monsalvat gezeigt hat.
Daisy, so sehr sie durch den Verlust ihres Fipsles gebeutelt war, empfing das Baby dann freundlich - und inzwischen hat sie die Erziehung in ihre Pfoten genommen. Jetzt ist sie der Chefe im vierbeinigen Rudel und hilft mir, das Baby großzuziehen.
Made by C. Martin - November 2001
aktualisiert im Oktober 2007